Sommerferienprogramm der Frauenliste

26.08.2014

Sommerferienprogramm Backen im Backhaus mit der Frauenliste und dem HHC

Wenn es draußen noch frisch ist, dann ist die Hitze des Ofens eine Wohltat. Gegen 8:00 Uhr kamen dann die Helferinnen der ersten „Backschicht“ zum Aufbauen und Ablaufbesprechung.
Die Getränke, Bänke, Tische und Sonnenschirme wurden pünktlich angeliefert und dann kamen auch schon die ersten Kinder.
Alle ausgestattet mit großer Teigschüssel, Schürze, Handtuch und freudiger Erwartung.
Wenn die Schüssel zu klein war, hatten die Helferinnen große Ersatzschüsseln zur Hand.

 

Mehl, Sauerteig, Hefe, Salz mit warmen Wasser vermischt wird dann durch langes, kräftiges Kneten zu einem geschmeidigen Brotteig, der sich dann leicht klebrig vom Schüsselrand löst. Das kann ganz schön anstrengend sein. So mancher Bäcker war
bis zum Ellenbogen mit Brotteig verklebt und das Waschbecken wurde kurzer Hand zur Waschstation umfunktioniert. Der fertige Teig kam dann in einen zuvor mit Mehl bestäubten Brotkorb, der Namensaufkleber stellte noch sicher, dass jedes Kind sein eigenes Brot kennzeichnet. In der Zwischenzeit war das Reisig und Holz im Ofen verbrannt, die Steine heiß und die Kohleglut ausgeräumt.
Alle Kinder durften bei geschlossener Backhaustüre die weiß erhitzen Steine im Ofen und den Ofen mit all seinen Werkzeugen begutachten um dann schnell wieder nach draußen zu gehen, denn jetzt wurde das Brot eingeschossen und das muss zügig gehen.
Puh, das war richtig heiß und staubig. Alle hatten einen roten Kopf!

Mit einer kleinen Kräuterkunde wurden die Bäcker auf das Butter machen eingestimmt. Neben Petersilie, Schnittlauch und Liebstöckel gab es auch Thymian, Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse, Oregano, Pimpernelle, Sauerampfer und für ganz Mutige auch Lavendel. Die ganz persönlichen Kräutermischungen wurden mit der Schere ganz klein geschnitten, mit Salz verfeinert und dann mit einem halben Becher Sahne zu Butter geschüttelt oder gerührt. Denn wir hatten auch zwei alte Buttergläser organisiert. Aber das Schütteln im Konservenglas klappt auch ganz prima. Zur Stärkung gab es salzige und süße Schmand- kuchen, von denen nicht eine Schnitte übrigblieb. Bis die Brote dann fertig gebacken waren haben wir die Zeit mit Spielen verbracht.

Ein Gruppe von Bäckern ist mit 2 Broten ins Rathaus gegangen um Frau Zänkert für die Verwaltung des Ferienprogramms und Frau Binninger für die finanzielle Unterstützung der Gemeinde zu danken. Endlich kamen die fertigen Brote der  Kinder aus dem Ofen und der Duft war unbeschreiblich lecker. Wir mussten noch etwas warten, bis die Laibe ausgekühlt waren und die stolzen Bäcker mit ihren Broten und Buttergläsern nach Hause gehen konnten. Für die Helferinnen war entweder Pause oder Schichtwechsel. Fast 75 kg Mehl, 2 kg Salz, ca. 60 Würfel Hefe, 16 Becher Schmand und 35 Becher Sahne haben wir in beiden Schichten verarbeitet.

 

Es hat wieder Spaß gemacht! Danke an die Helferinnen und Helfer der Frauenliste und des HHC für den Einsatz. Ebenso Danke an Fa. Marquardt für die pünktliche Anlieferung und Abholung und an die Mitarbeiter des CAP Markt, wo wir Schmand und Sahne kühl-stellen durften. Bis im nächsten Jahr!

 

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